Nicht alle drahtlosen HDMI-Systeme verhalten sich gleich – selbst wenn sie ähnliche Spezifikationen versprechen. Auf den ersten Blick mag die Wahl zwischen dem Lemorele P200 und dem P300 wie die Wahl zwischen HDMI- und USB-C-Steckern erscheinen. Doch im praktischen Einsatz beeinflussen die Steckertypen, wie schnell die Verbindung hergestellt wird, ob das Signal sofort verfügbar ist und wie reibungslos ein Wechsel zwischen den Referenten während einer Besprechung funktioniert.
1. Beginnen Sie mit den Anschlüssen – sie bestimmen alles andere.

Der Lemorele P200 Funkset Der Anschluss erfolgt über einen HDMI-Stecker in Standardgröße. Beim Einstecken in die Seitentasche eines typischen Windows-Laptops oder Mediaplayers ist ein deutliches Klicken oder ein Widerstand spürbar. Der Stecker sitzt fest. Anschließend wird das Gerät über ein USB-Kabel mit Strom versorgt – innerhalb von etwa 5 Sekunden erscheint das Bild des angeschlossenen Geräts drahtlos auf dem Receiver.
Der Lemorele P300 Funkset Es ist schlanker und kompakter. Sein USB-C-Anschluss lässt sich nahezu widerstandslos einstecken. Es schließt bündig mit neueren Laptops ab – wie MacBooks, Surface-Geräten oder Dell XPS. Adapter sind nicht erforderlich, und der Kabelsalat wird minimiert. Das sorgt für einen aufgeräumten Schreibtisch, insbesondere in gut gestalteten Büroumgebungen.
Es gibt jedoch einen entscheidenden Haken: Nicht alle USB-C-Anschlüsse unterstützen die Videoausgabe. Manche dienen lediglich dem Laden oder der Datenübertragung. Obwohl der Stecker passt, funktioniert der Sender möglicherweise nicht, es sei denn, der Laptop unterstützt den DisplayPort-Alt-Modus. Genau diese Art von „unsichtbarem Unterschied“ müssen IT-Teams bei ihrer Planung berücksichtigen. In manchen Büros ist das Standard, in anderen ein Glücksspiel.
Aus praktischer Sicht also:
• Das P200 ist mit einer breiteren Palette verschiedener Geräte kompatibel.
• Der P300 bietet ein aufgeräumteres, adapterfreies Erlebnis – allerdings nur, wenn Ihr Laptop die Videoausgabe über USB-C unterstützt.
2. Kompatibilität bedeutet mehr als nur übereinstimmende Formen
Mit dem P200 ist der Workflow vorhersehbar. Einfach per HDMI anschließen, über USB mit Strom versorgen und warten, bis der Receiver das Signal erkennt. Software ist nicht erforderlich, und Systemmenüs müssen nicht geöffnet werden. Er funktioniert mit den meisten Windows-Laptops, Chromebooks, Mini-PCs und sogar DSLRs oder Mischern mit HDMI-Ausgang. Daher wird er häufig in Hybrid-Setups eingesetzt, die mehr als nur Computer umfassen.
Um den P300 zu verwenden, müssen Sie zunächst prüfen, ob der USB-C-Anschluss Ihres Geräts Videoausgabe unterstützt. Neuere MacBooks und die meisten modernen Windows-Ultrabooks tun dies. Ältere oder günstigere Laptops hingegen oft nicht. In diesen Fällen bleibt der Bildschirm schwarz, obwohl die Kontrollleuchte des Senders leuchtet.
Aus Nutzersicht kann dies verwirrend sein – es gibt keine eindeutige Fehlermeldung. Deshalb führen manche Teams beim Einsatz neuer Laptops im Besprechungsraum einen Kompatibilitätscheck durch.
Wie dem auch sei, sobald es bestätigt ist, bietet das P300 ein aufgeräumtes, modernes Nutzererlebnis. Kein HDMI-Dongle. Keine dicken Kabel. Und es schmiegt sich elegant an Ihren Laptop an, ohne hervorzuragen.
In einem Bürobeispiel waren ein Lenovo ThinkPad mit P200-Technologie und ein MacBook Air mit P300-Technologie an denselben Lemorele-Empfänger an einem großen Fernseher angeschlossen. Die Moderatoren wechselten sich ab und schlossen ihre Sender an, ohne den Fernseher berühren zu müssen. Der Wechsel erfolgte nahtlos, und keiner der beiden musste etwas manuell konfigurieren.
3. Tägliche Nutzung in realen Büros


In gemeinsam genutzten Besprechungsräumen, insbesondere wenn jeder seinen eigenen Laptop mitbringt, sorgt der P200 in der Regel für weniger Überraschungen. Die meisten Nutzer finden den HDMI-Anschluss problemlos, und der Transmitter funktioniert sogar mit älteren Geräten ohne DisplayPort-Unterstützung. Er ist eine zuverlässige Standardlösung, insbesondere wenn IT-Teams keinen Einfluss darauf haben, welche Laptops Gäste oder Kunden verwenden.
Das P300 passt besser in Büros, die mit standardisierter Ausstattung arbeiten.In Teams, in denen alle über USB-C-Laptops verfügen, wie beispielsweise in Kreativteams oder Unternehmen mit Apple-Anschlüssen, macht der P300 Adapter überflüssig und ermöglicht ein schnelleres Einrichten des Arbeitsplatzes. Auch der Arbeitsbereich wirkt aufgeräumter – keine Kabelgewirr, keine hervorstehenden HDMI-Stecker.
Manche IT-Abteilungen installieren beide Sender gleichzeitig. Ein Empfänger bleibt am Hauptdisplay angeschlossen, während die Sender P200 und P300 auf dem Tisch bereitliegen. Die Nutzer wählen dann den passenden Sender für ihr Gerät aus. Diese Lösung eignet sich besonders gut für Coworking-Spaces oder flexible Arbeitsplätze.
4. Praktische Kosten- und Einrichtungsfaktoren
Der Preisunterschied zwischen P200 und P300 ist gering. Entscheidend für die Kosten ist vielmehr, wie viel zusätzliches Zubehör Sie benötigen, um das jeweilige Gerät nutzen zu können.
Mit dem P200 sind Sie größtenteils bestens ausgestattet – vorausgesetzt, Ihr Gerät verfügt über einen HDMI-Ausgang. Bei der Wahl des P300 sollten Sie die Kompatibilität überprüfen oder vorsichtshalber einen HDMI-Adapter bereithalten.
Es gibt jedoch einen Kompromiss. Nutzt Ihr Team neuere Laptops, die bereits Video über USB-C unterstützen, sorgt das P300 tatsächlich für mehr Ordnung. Sie benötigen keinen HDMI-zu-USB-C-Adapter, und der Arbeitsplatz bleibt aufgeräumt.
Hinsichtlich der drahtlosen Leistung verhalten sich beide Geräte ähnlich. Sie unterstützen 1080p bei 60 Hz, gewährleisten eine stabile Verbindung bis zu 50 Metern und halten die Latenz so gering, dass es zu keiner Verzögerung bei der Video- oder Audiosynchronisation kommt. Die meisten Nutzer können keinen Unterschied feststellen, sobald der Bildschirm betriebsbereit ist.
5. Welche Option ist für Sie sinnvoller?
Welche Option sollten Sie also wählen?
Wenn Sie Besprechungsräume für Gäste oder Kunden mit unbekannter Hardware ausstatten, ist der P200 einfacher zu handhaben. HDMI ist universeller, und der Plug-and-Play-Prozess ist zuverlässiger.
Wenn Ihr Team bereits moderne USB-C-Laptops mit bestätigter Videoausgabe verwendet, bietet Ihnen der P300 ein reibungsloseres Setup, weniger Zubehör und eine aufgeräumtere Präsentationsumgebung.
In manchen Büros muss man sich gar nicht für einen Sender entscheiden. Die Teams halten beide Sender bereit. Dem Empfänger ist es egal, welcher angeschlossen ist – er spiegelt einfach den Bildschirm. Die Referenten schließen den passenden Sender an, und die Meetings können ohne Verzögerung beginnen.
6. Schlussfolgerung
Schon die Wahl des richtigen Anschlusses kann den reibungslosen Ablauf eines Meetings oder das Selbstvertrauen des Präsentators entscheidend beeinflussen. Ob Sie nun verschiedene Gerätetypen unterstützen oder ein modernes Setup optimieren möchten: Die Entscheidung zwischen HDMI- und USB-C-Funksendern ist nicht nur eine technische Frage. Es geht darum, Reibungsverluste zu minimieren und die Bildschirmübertragung ohne weiteres Aufwand zu gewährleisten.